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Verschleudern Sie kein Geld!

Veröffentlicht am 30.07.2014 | Compensation & Benefits

 

Wenn ich in mittelständischen Unternehmen diese Fragen stelle, bekomme ich erstaunte Blicke und oftmals ein Schulterzucken. Ich höre dann als Antwort, ja wir wissen schon in etwa, ob die Belegschaft richtig bezahlt ist. Na ja, im Vertrieb wirkt unsere variable Bezahlung ganz gut und…. ja wir tun sehr viel für unsere Belegschaft vom freien Kaffee über den täglichen Obstkorb bis hin zur Altersversorgung und Kindergartenzuschüssen. Diese sozialen Zusatzleistungen werden aber als Selbstverständlichkeit hingenommen.

Letztendlich geben Sie eine Menge Geld aus, in der Hoffnung, dass diese Maßnahmen auch Wirkung zeigen.

Das ist ein komplexes Thema, kostet Zeit und ist viel zu teuer, wenn man das Vergütungsmanagement neu gestaltet. Wir müssen uns vielmehr um die Besetzung der Stellen bemühen. Es wird ja immer schwieriger geeignete Mitarbeiter zu bekommen und außerdem ist für uns  Personalbindung ein  wichtiges Thema – aufgrund der demografischen Entwicklung.

Wie wahr denke ich – aber gerade das Gehalt, die variable Bezahlung und die sonstigen Leistungen sind  ein wichtiges Thema und ein Grundpfeiler der Personalbindung und der Personalbeschaffung.

Bei Veranstaltungen bei der Handwerkskammer in Oberbayern spreche ich oft mit dem qualifizierten Fachpersonal, das wir so dringend suchen. Und dann höre ich, dass solche Dinge wie angenehmes Betriebsklima, der „gute“ Chef, Vertrauen, Respekt, Wertschätzung und Anerkennung im Vordergrund stehen. Aber das Gehalt als sogenannter „Hygienefaktor“ darf nicht unterschätzt werden. Eine gerechte Bezahlung nach einer nachvollziehbaren Systematik ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wichtig. Hier wird verglichen, ob Einsatz und Leistungen honoriert werden. Subjektive Gehaltserhöhungen kommen bei der Belegschaft ganz schlecht an. Wie zum Beispiel: „Erhöht wird der Liebling des Chefs oder derjenige, der am lautesten schreit oder gar mit Kündigung droht“. Und bei einer permanenten Unzufriedenheit kann sich Leistung nicht entwickeln, wirkt also massiv demotivierend. Und - die große Gefahr besteht- Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter solidarisieren sich und bilden Betriebsräte. Oftmals droht dann ein solcher Betriebsrat mit  Eintritt in den Tarifvertrag, der Kraft der erzwingbaren Mitbestimmung gar nicht so abwegig ist.

Was ist zu tun? – Seien Sie proaktiv!

Bei der Festlegung der Grundgehälter ist eine gerechte Methode die Arbeitsbewertung. Oft erschrickt man, da sofort an den Zeitaufwand gedacht wird. Aber - steigen Sie nicht gleich in die tiefste Analytik ein. Heutzutage gibt es sehr gute Tools, die Ihnen schnell einen Überblick verschaffen und Sicherheit geben. Die anschließende Bildung von Gehaltsbändern sowie der Vergleich zum externen Markt schaffen Transparenz und Gerechtigkeit. Verknüpfen Sie - falls Sie nicht tarifgebunden sind - auch Ihre Gehaltserhöhungsrunden mit Ihren Anforderungen, dem Markt und der individuellen Leistung der Mitarbeiter. Eine Verteilung mit der „Gießkanne“ ist zwar oft bequem, ist aber weder für Sie noch für die Mitarbeiter zufriedenstellend. Leistung muss sich einfach lohnen!

Zur Bemessung der Leistung bieten sich z.B. die Balanced Scorecard, Zielvereinbarungen, die Beurteilung nach bestimmten Kriterien oder auch die Mischform dieser genannten Instrumente an. Die Ergebnisse fließen dann in ein Prämiensystem, das kalkulierbar, wertsteigernd und betriebswirtschaftlich sinnvoll sein muss. Und vor allem kostenflexibel sollte es sein. Nur wenn Ihr Unternehmen wertsteigernd arbeitet, können die Mitarbeiter partizipieren.

Handeln Sie jetzt, falls Sie im Bereich Vergütungsmanagement Defizite verspüren. Es ist nicht so kompliziert und zeitaufwendig, wie man immer glaubt. Auch beim Thema variable Bezahlung gibt es einfache Tools, die Wirkung zeigen und vor allem kostenflexibel wirken. Warum also unnötig Geld verschenken? Rufen Sie uns an!

 

Alexander Walz

Geschäftsführer