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Die Personalabteilung - ein Team von Vertrieblern?!

Veröffentlicht am 12.06.2019 | HR-Organisation

Was hat der Personaler denn mit Verkaufen zu tun, werden Sie sich fragen? Alles! Sage ich Ihnen.

Über rare Profile am Markt möchte ich hier nicht philosophieren. Tausende Stellen sind unbesetzt und nur sehr schwierig besetzbar. Das haben mittlerweile alle gemerkt. Was aber die wenigsten gemerkt haben: Sie müssen - über das Feststellen des Mangels hinaus - auch ihr Verhalten ändern und weiterentwickeln.

Es ist unverständlich, dass in heutigen Zeiten mindestens 80% der mit der Rekrutierung betrauten Menschen (egal ob man sie „Personaler“, HRler“, „HR-Business-Partner“ oder gar „agile HR-Supporter“ nennt) agieren, als sei es noch 1989. Interessenten für Positionen werden immer noch als „Bewerber“ behandelt, die sich „bewerben“. Mittlerweile ist es aber längst umgekehrt: Unternehmen müssen sich bei den Arbeitskraftanbietern „bewerben“.

Das ist der Schlüssel: Sie müssen die Aufgabe und die Position verkaufen! Und zwar an jemanden, der nicht unbedingt kaufen muss! Also müssen Sie etwas anbieten bzw. „verkaufen“, was derjenige attraktiv finden könnte. Der Preis/das Gehalt spielt nicht immer die entscheidende Rolle.

Viel wichtiger ist heute, dass sich ein Arbeitskraftanbieter als Mensch wahrgenommen fühlt, der z. B. eher nicht mittwochs um 13:00 Uhr zum Einkaufen/zum Bewerbungsgespräch geht, sondern um 19:00 Uhr. Der Handel praktiziert dies seit ca. 20 Jahren.

Auch erleichtert es den Stellenbesetzungsprozess deutlich, wenn man veranschaulicht, was man als Unternehmen zu bieten hat. Und nicht - im übertragenen Sinne - erst den Inhalt des Geldbeutels prüft – also ausführlich den CV abfragt, bevor der Kunde einkaufen darf.

Davon abgesehen: Die eierlegende Wollmilchsau existiert nicht!

Wie sind Ihre Erfahrungen zu diesem Thema? Über einen Austausch freue ich mich!

 

Alexander Walz

Alexander Walz

Geschäftsführer