Blog

Halten Sie sich auf dem Laufenden

HR-Organisation – gesunder Überblick via Mitarbeiterportfolio

Veröffentlicht am 20.10.2016

Jedes Unternehmen hat Mitarbeiter/innen – sei es zur Leerung des Briefkastens in Panama, sei es zur Aufbereitung von Zahlen für die Finanzholding oder auch zur Produktion. Damit sind Mitarbeiter/innen eine wichtige Ressource für den Unternehmenserfolg. Oder anders ausgedrückt: Ohne Mitarbeiter/innen geht es nicht.

Es gibt diverse Arten des Einsatzes von Mitarbeiter/innen. Zunächst denken wir an Angestellte. Dies ist üblicherweise auch die Mehrzahl der Akteure im Unternehmen. Beim modernen HR Business geht es um mehr. Es geht um Akteure für die Wertschöpfung: die Humanressource.

Über die Angestellten hinaus gibt es z.B. Freelancer/innen, Zeitarbeitnehmer/innen, Berater/innen, Interimsmanager/innen, outgesourcte Werke, Werkstätten für Menschen mit Behinderung etc. Die HR-Organisation unterstützt jeglichen Einsatz von Menschen im Unternehmen.

Es werden weitgehende Unterstützungstools für die Führungskräfte angeboten, damit die Kernaufgabe der Führung, die Sicherstellung einer guten Produktivität, erfolgreich geleistet werden kann. In diesem Zusammenspiel ist Personalarbeit wertschöpfend, flexibel, lösungsorientiert und gern angenommen.

Ein effektives und effizientes Tool, um diese Aufgabe zu meistern, ist das Mitarbeiterportfolio.

Folgende beispielhafte Situation aus meinem Beratungsalltag:

  1. Die Führungskräfte sind mit ihren Mitarbeitern (im engeren und weiteren Sinn) aktiv. Mitarbeitergespräche, meist die Jahresgespräche, werden durchgeführt. Dennoch haben die Führungskräfte und Personaler das Gefühl, die Produktivität könnte höher sein. Hie und da fällt ein Mitarbeiter auf. Da aber die Kernaufgaben generell so viel Zeit brauchen, wird die Wahrnehmung hintangestellt und dann – Es ist solange zu früh, bis es zu spät ist – radikal eingegriffen. Das schockiert die betroffene Person und die Kollegen. Das ist nicht gut und auch nicht gesund.
  2. Die „Bewirtschaftung“ der Ressource Mitarbeiter/in kann verbessert werden. Hierzu bedarf es zunächst einer Analyse. Diese wird in einem Portfolio abgebildet. Die horizontale Linie bildet die Arbeitsleistung ab, die vertikale Linie das Potenzial. Das Potenzial wird bewusst auf Entwicklungsmöglichkeiten der nächsten 12 Monate bewertet.
  3. Die Analyse erfolgt idealerweise in Anwesenheit der direkten Führungskraft, deren ein bis zwei Kollegen und der übergeordneten Führungskraft. Die subjektive Bewertung wird so wertekalibriert durch die anwesenden Führungskräfte objektiviert. Wenn es ein mutiges Unternehmen ist, kann auch ein Mitglied des Betriebsrats mit am Tisch sitzen.
  4. Als Ergebnis entsteht ein Bild, in dem die Mitarbeiter/innen (egal welcher Art) im Portfolio abgebildet sind. Dann werden Cluster gebildet: Niedrige Arbeitsleistung und niedriges Potenzial ist Cluster C, Mittlere Arbeitsleistung und hohes bis mittleres Potenzial ist Cluster B, hohe Arbeitsleistung und mittleres bis hohes Potenzial ist Cluster A.
  5. Die Mitarbeiter/innen in Cluster A und C werden individuell besprochen: Woran macht man die Einschätzung fest? und es wird ein Aktionsplan erstellt (wer tut was bis wann). Das Controlling der Maßnahmen übernimmt HR (Personalreferent oder Business Partner). Handverlesen werden Mitarbeiter/innen in Cluster B ebenso besprochen.

 

Der Mehrwert dieser Vorgehensweise:

  • Wertekalibrierung der Führungskräfte zur Einschätzung der Arbeitsleistung / Potenzial (Die „scharfe Führungskraft“ wird mit den Einschätzungen der „weichen Führungskraft“ kalibriert)
  • Ein vereinbarter Handlungsplan, der frühzeitig Maßnahmen und erwartete Resultate sicherstellt, liegt vor.
  • Eine zählbare und somit messbare Aktivität der Bewirtschaftung des Humanwertes des Unternehmens wird als professionelles Tool eingesetzt.
  • Es kann für kleine Einheiten oder auch für große Einheiten eingesetzt werden.

 

Meine Erfahrung hat zeigt, dass so die eigentliche Führungsaufgabe (Produktivität der Mitarbeiter/innen sicherstellen und erhöhen) im Unternehmenskontext sehr gut vorangeht. Aufwand – ja, Mitbestimmung  – je nach Vorgehensweise, Verbesserung der Produktivität – in jedem Fall!

Möchten auch Sie die Produktivität Ihrer Mitarbeiter/innen erhöhen? Im ersten Quartal 2017 werden zu dieser Vorgehensweise Conciliat-Workshops angeboten. Haben Sie Interesse, dann melden Sie sich einfach. Die vorgemerkten Interessenten (bis zum 15.01.2016) erhalten einen «Early Bird Bonus» von 50 € auf den Kostenbeitrag.

Bei Fragen vorab oder bei konkretem Bedarf freue ich mich auf direkte Kontaktaufnahme!

 

 

Thomas Wildermuth

Berater im Bereich Personal-Organisation